Neue Kurzinformationen für Patienten zu Multiresistenten Erregern

Die Medien haben in letzter Zeit häufig von den Gefahren berichtet, die von MRSA und anderen multiresistenten Erregern ausgehen. Viele Menschen sind dadurch beunruhigt. Sie fürchten, schwer zu erkranken. Grundsätzlich sind diese Bakterien jedoch nicht gefährlicher als andere. In der Kurzinformation erfahren Sie, wie multiresistente Erreger entstehen und wann diese Bakterien wirklich bedrohlich sind. Und Sie finden Hinweise, wie Sie sich selbst und andere schützen können:

Krankenkasse übernimmt Smartphone-Therapie bei Tinnitus

Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt die Behandlung von Tinnitus-Patienten mittels einer Smartphone-Applikation, der „Tinnitracks-App“.

Angebot für TK-Versicherte
Die TK übernimmt für ihre Versicherten die Kosten für

eine Tinnitracks Jahreslizenz
die präzise Frequenzbestimmung und
regelmäßige Kontrolltermine durch einen teilnehmenden HNO-Arzt oder Hörgeräte-Akustiker mit Sitz in Hamburg

Kindheit ist keine Krankheit

Aus dem Klappentext:

Dr. med. Michael Hauch, Kinder- und Jugendarzt mit langjähriger Praxiserfahrung, schlägt Alarm: Fragwürdige Diagnosen stellen für unsere Kinder eine akute Gefahr dar.

›Entwicklungsverzögert‹, ›hyperaktiv‹, ›sprachgestört‹: Kinder werden heute schnell als ›auffällig‹ bezeichnet und in Therapie gesteckt. Kinderarzt Michael Hauch wehrt sich gegen Erzieher, Lehrer und Eltern, die ihn mit ihren laienhaften Diagnosen zum Rezeptautomaten degradieren. Aus langjähriger Praxis-Erfahrung weiß er: Therapien und Medikamente sind in den meisten Fällen überflüssig, sie können sogar nachhaltig schaden. Dagegen möchte er die Eltern stärken, ihren Kindern zu vertrauen und ihnen die Chance zu geben, sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan entfalten zu dürfen.

›Vor 20 Jahren vertrauten Erzieher, Lehrer, Eltern und auch Ärzte noch darauf, dass jedes Kind sein eignes Tempo hatte. Heute gibt es von allen Seiten einen enormen Druck, wenn sich ein Kind nicht genau nach Schema entwickelt. Lassen Sie sich nicht verunsichern, sondern erfahren Sie, was für die Entwicklung Ihres Kindes wirklich wichtig ist.‹

Ein aufrüttelndes Plädoyer für eine glückliche Kindheit. Ein Buch für starke Eltern und eine vertrauensvolle Erziehung.

Medizinischer Fortschritt oder Versuchskaninchen?

Universitätsmedizin Mainz lädt am 17. September zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Klinische Studien ein

(Mainz, 04. September 2015, rdr) Am Donnerstag, den 17. September 2015, veranstaltet die Universitätsmedizin Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. Annegret Kuhn, Interdisziplinäres Zentrum Klinische Studien (IZKS), die Podiumsdiskussion „Klinische Studien: Medizinischer Fortschritt oder Versuchskaninchen?“. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Themenjahres der Mainzer Wissenschaftsallianz statt, das unter dem Leitthema „Mensch und Wissenschaft im Dialog“ steht. Für die Podiumsdiskussion konnten hochkarätige Vertreter aus Klinik, Wissenschaft, Industrie und Ethik sowie einer Patientenorganisation gewonnen werden. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses (Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz). Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, um dieses spannende und facettenreiche Thema gemeinsam zu diskutieren.

Für viele Erkrankungen hoffen Patienten auf die Entwicklung neuer und effektiver Therapien und Behandlungen. Gleichzeitig entwickeln Ärzte und Wissenschaftler fortwährend neue Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten, um die Patientenversorgung in der Zukunft weiter zu verbessern. Der lange Weg medizinischer Entwicklung von der Forschung in die Klinik ist jedoch nur durch klinische Studien möglich. Bevor ein neues Medikament zugelassen wird, müssen klinische Studien am Menschen durchgeführt werden, um die einwandfreie Wirksamkeit und Anwendung eines Medikaments oder einer Therapie sicherzustellen.

Trotz dieser Notwendigkeit sind klinische Studien in der gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Öffentlichkeit umstritten, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Öffentlichkeit im Allgemeinen über dieses komplexe Thema nicht ausreichend informiert ist. Dies hat die Universitätsmedizin Mainz zum Anlass genommen, zu diesem wichtigen Thema in den Dialog mit der Öffentlichkeit zu treten – entsprechend dem Leitthema des Themenjahres der Mainzer Wissenschaftsallianz „Mensch und Wissenschaft im Dialog.“

„Die Universitätsmedizin Mainz steht für die enge Verbindung von Spitzenmedizin, Forschung und Lehre. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des medizinischen Wissens und die daraus resultierende Verbesserung von Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten ist eine unserer wichtigsten Aufgaben“, sagt Prof. Dr. Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, und fügt hinzu: „Mit der Durchführung von klinischen Studien können wir dazu beitragen, Patienten den Zugang zu neuen Therapieformen zu ermöglichen.“

Selbstverständlich gelten im Bereich der klinischen Forschung hohe Qualitätsstandards, die nach allgemein akzeptierten Vorgaben und Regeln durchgeführt werden. „Zur Koordination der patientennahen klinischen Forschung an der Universitätsmedizin Mainz wurde in den letzten Jahren eine nachhaltige Infrastruktur geschaffen. Hierzu zählt neben den zahlreichen Studienzentren in den einzelnen Kliniken vor allem das „Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS)“, sagt die Leiterin des IZKS, Prof. Dr. Annegret Kuhn. „Zusammen mit Ärzten und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen planen und organisieren wir klinische Studien. Mit dieser zentralen Infrastruktur garantiert die Universitätsmedizin Mainz die notwendigen hohen Qualitätsstandards und den Schutz des Menschen in klinischen Studien und trägt somit zum medizinischen Fortschritt in Deutschland bei. “

Bei der Podiumsdiskussion soll das Thema klinische Studien von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchtet werden. So werden Vertreter aus Klinik, Wissenschaft, Industrie und Ethik sowie einer Patientenorganisation teilnehmen. Moderiert wird die Diskussion von Dr. Christina Berndt, Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung. Die Teilnehmer im Einzelnen: Prof. Dr. Annegret Kuhn (Leiterin IZKS, Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Babette Simon (Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand, Universitätsmedizin Mainz), Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann (Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan, Universitätsmedizin Mainz), Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb (Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz), Univ.-Prof. Dr. Norbert Paul (Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universitätsmedizin Mainz), Priv.-Doz. Dr. Petra Staubach (Oberärztin und Leitung Studienzentrum, Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Ulrich Kalinke (Geschäftsführender Direktor TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, Hannover), Borgi Winkler-Rohlfing (Vorsitzende Selbsthilfegemeinschaft Lupus Erythematodes e.V.) sowie Dr. Thor Voigt (Medizinischer Direktor Deutschland, Boehringer Ingelheim).

Deutsche Herzstiftung fördert Fluglärmforschung an der Universitätsmedizin Mainz

Lärm ist auch ein Thema der Hals Nasen Ohren Heilkunde:

Pressemitteilung

Mainzer Forscher untersuchen die Folgen wiederholter Beschallung durch Fluglärm auf die Gefäße

(Mainz, 22. Juli 2015, ok) Simulierter Nachtfluglärm kann die Gefäßfunktion von gesunden Studienteilnehmern, insbesondere aber auch von herzkranken Patienten deutlich verschlechtern. Das ist das Ergebnis einer Lärmwirkungsstudie (FluG-Risiko) der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz aus dem Jahr 2014. Ein Forscherteam um den Kardiologen Dr. Frank Schmidt will jetzt in einer weiteren Studie der These nachgehen, dass sich Blutgefäße nicht an Lärm gewöhnen. Vielmehr deuten verschiedene Befunde darauf hin, dass die Gefäße gegenüber Schädigungen durch Lärm bei wiederholter Beschallung eher noch empfindlicher reagieren. Die Deutsche Herzstiftung fördert die Studie über einen Zeitraum von 18 Monaten mit 55.000 Euro.

Die Erkenntnis, dass Fluglärm krank macht, ist nicht neu. Es ließ sich bereits zeigen, dass insbesondere Nachtfluglärm zu einem Mehr an Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck führt (vgl. Hansell et al. BMJ 2015 347:f543; Floud et al. Environ Health 2013 12:89; Greiser et al J Public Health 2007 15:327–337). Vorangegangene Studien konnten mittels statischer Analysen belegen, dass insbesondere bei den Probanden, die schon einmal Nachtfluglärmereignissen ausgesetzt waren – simuliert wurden einmal 30 und einmal 60 Überflüge pro Nacht –, die Verschlechterung der Gefäßfunktion bei der zweiten Exposition signifikant stärker ausfiel. „Dies deutet darauf hin, dass sich die Gefäße nicht an den Lärm gewöhnen. Vielmehr liegt der Verdacht nah, dass sie bei wiederholter Beschallung gegenüber Schädigungen durch Lärm noch empfindlicher werden. Dieser Verdacht muss allerdings noch in speziell auf diese Fragestellung ausgelegten Studien bestätigt werden“, sagt der Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel. Die neue Lärmwirkungsstudie unter der Leitung von Dr. Frank Schmidt aus der Forschungsgruppe der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik zielt deshalb darauf ab, den Nachweis zu erbringen, dass Gefäße bei wiederholter Lärmexposition sensibilisiert werden. Einen Antrag zur Förderung des Projektes hatte die Deutsche Herzstiftung genehmigt.

In der Studie mit dem Studientitel „FluG PrimeLevel“ überprüfen Schmidt und sein Team diesen im Englischen auch als „Priming“ bezeichneten Sensibilisierungseffekt. Mit dem Projekt versucht der Kardiologe außerdem, die Wirkung von Lärm mit unterschiedlicher Lautstärke besser zu verstehen. „Die biologische Wirkung von Lärm hängt von einer Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren ab. Im Lärmschutz wird dagegen zur Vereinfachung der Lärm über verschiedene Formeln auf einen mittleren Lärmpegel umgerechnet. Die Folge ist, dass sich bei gleichem mittlerem Lärmpegel erhebliche Unterschiede in der Lärmverteilung und auch in der subjektiven Wirkung auf den Menschen ergeben“, bemerkt Studienleiter Dr. Frank Schmidt und fügt hinzu: „Inwiefern sich diese unterschiedlichen Lärmmuster auf das Herzkreislaufsystem auswirken, ist unbekannt, aber von großer Bedeutung für Prävention und Gesetzgebung. Neben der Gefäßfunktion wollen wir auch insbesondere Blutdruckwerte und Herzrhythmus auswerten.“ Zusätzlich erfassen Schmidt und seine Forscherkollegen die Auswirkung von Lärm auf das vegetative Nervensystem und untersuchen die Gefäße und Blutwerte. Darüber hinaus ist eine Analyse geplant, ob und inwieweit sich nicht nur Änderungen an den Gefäßen zeigen, sondern auch die Funktion des Herzens direkt durch den Lärm beeinflusst wird. Die aktuelle Studie wird gleichzeitig sowohl Patienten als auch gesunde Probanden einschließen und diese in heimischer Umgebung simuliertem nächtlichem Lärm aussetzen. „Nach den ´Lärmnächten´ erfolgen dann verschiedene Messungen im Studienzentrum an der Universitätsmedizin Mainz“, so Schmidt, der für eine vorangegangene Forschungsarbeit mit dem Robert Müller Forschungspreis 2014 ausgezeichnet wurde.

Sonne genießen ja, aber bitte in Maßen! – Tipps und Hinweis

Die wichtigste Regel lautet: Sonne(n) mit Verstand!
Vernunft und Verstand sind der beste Sonnenschutz und Hautschutz. Denn die besten Regeln helfen nichts, wenn man sie nicht beherzigt. Dabei ist es doch ganz einfach:
Lesen Sie bitte weiter in einer Broschüre des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Tipps zum Thema Hautschutz und dem richtigen Umgang mit der Sonne finden Sie auch im Internet unter: www.sonne-mit-verstand.de