Versorgung mit einem Cochlea-Implantat (CI) im Fokus des 10. Deutschen CI-Tages

Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik der Universitätsmedizin Mainz informiert am 20. Juni 2015

(Mainz, 18. Juni 2015, br) Seit mittlerweile zehn Jahren veranstaltet die Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V. den Deutschen CI-Tag. Der Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik der Universitätsmedizin Mainz nutzt auch im Jubiläumsjahr diesen Anlass, um über die Versorgung mit einer Innenohrprothese, dem sogenannten Cochlea-Implantat (CI) zu informieren. Interdisziplinarität und Erfahrungsaustausch bilden die Schwerpunktthemen der diesjährigen Veranstaltung. Sie findet statt am Samstag, 20. Juni 2015, von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, im großen Hörsaal des Gebäudes 102 (Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz). Eingeladen sind alle Interessierten, schwerhörige Patienten, Eltern von schwerhörigen Kindern, Logopäden und Ärzte. Der Eintritt ist frei.

Was bedeutet die Implantation eines Cochlea-Implantats (CI) aus der Sicht eines Chirurgen? Was verändert sich durch eine CI-Versorgung? Wie lebt es sich mit einem CI? Was ist technisch möglich? Antworten auf diese und andere Fragen stehen ebenso auf dem Veranstaltungsprogramm wie der Austausch von Wissen, Meinungen, Erfahrungen und Argumenten. Der Kreis der Referenten und Gesprächspartner setzt sich zusammen aus Beschäftigten des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik der Universitätsmedizin Mainz, der Industrie, der Schwerhörigenschule aus Neuwied, einer CI-Trägerin sowie der Elterninitiative zur lautsprachlichen Förderung hörgeschädigter Kinder e. V.

Das Cochlea Implant ersetzt als elektronische Innenohrprothese das ausgefallene Hörvermögen bei Erwachsenen und Kindern, die einseitig oder beidseitig ertaubt oder höhergradig schwerhörig sind. Im Hinblick auf die alternde Gesellschaft und dem im Alter gehäuften Auftreten von Schwerhörigkeiten stellen Cochlea Implantate als neue ausgereifte Technologie eine alternative Möglichkeit zur konventionellen Hörgeräteversorgung von nahezu ertaubten Menschen dar. Nach der Operation und einer entsprechenden Übungszeit ist eine verbale Kommunikation auch ohne Mundbild wieder möglich, beispielsweise auch das Telefonieren. Noch entscheidender sind die Fortschritte für Kinder, die nahezu taub geboren werden. Durch eine frühzeitige CI-Versorgung wird ihnen der Erwerb der Muttersprache und weiteren Sprachen ermöglicht.
Kontakt:
Dr. Anne Läßig
Leiterin des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen an der HNO-Klinik, Universitätsmedizin Mainz und Landesärztin für Menschen mit Hörbehinderung in Rheinland-Pfalz
Telefon 06131 17-2417, Fax 06131 17-6637