Tumoren im Mund- Kiefer- und Gesichtsbereich

Aus der interessanten Pressemitteilung möchte ich folgendes übermitteln:

Die Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz startet am 22. Januar ins neue Jahr

Mit einem Abend zum Thema „Tumoren im Mund- Kiefer- und Gesichtsbereich: Heilen – ästhetisch und funktionsgerecht“ setzt die Vortragsreihe der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft „Medizin: Faszination Forschung” am 22. Januar 2014 ihre achte Runde fort. Referent des ersten Abends im neuen Jahr ist Univ.- Prof. Dr. Wilfried Wagner, Direktor der Klinik für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Mainz. Er wird in seinem Vortrag sowohl auf die Ursachen eingehen, als auch Aspekte der Früherkennung sowie die Behandlungskonzepte dieser Tumoren thematisieren. Moderatorin des Abends ist die kommissarische Direktorin der Neuroradiologie der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Wibke Müller-Forell. Die Besucher der gemeinsamen Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” können Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben sowie aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Was dabei im Fokus ihrer Arbeit steht, stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 14.000 Patienten an Krebs im Mund-Kiefer- und Gesichtsbereich. Damit treten diese Tumoren im Vergleich zu anderen Tumorarten eher selten auf. Allerdings wirkt sich kaum eine andere Krebsart so offensichtlich auf das Leben des Betroffenen aus und ist für ihn so schwer zu akzeptieren wie ein Tumor im Mund- Kiefer und Gesichtsbereich. Die Erkrankung und ihre Folgen bringen für den Betroffenen zwangsläufig Probleme mit sich. Diese gehen über die rein medizinische Behandlung hinaus, denn auch das Selbstwertgefühl und das Selbstempfinden leiden.

Bei Menschen, die regelmäßig rauchen oder Alkohol trinken, entstehen diese Tumoren häufiger. Insbesondere die Kombination aus beiden führt zu einem deutlich erhöhten Auftreten dieser Tumoren. Aber auch chronische Wunden im Mundbereich aufgrund scharfer Prothesenkanten oder eine schlechte Mundhygiene sind Risikofaktoren. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass diese Tumoren auch schon bei jungen Patienten auftreten können, die weder geraucht noch Alkohol konsumiert haben. Ursachen hier sind bestimmte Typen des Humanen Papillomvirus (HPV), die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Tumoren der Lippe sind häufig durch langdauernde UV-Strahlung und Sonnenbrände verursacht. Aus der Kenntnis dieser Risikofaktoren ergeben sich wichtige Ansatzpunkte zur Vermeidung dieser Tumoren.
Frühsymptome eines Tumors im Mund- Kiefer und Gesichtsbereich können sein: Wunde oder weißliche Stellen im Mundschleimhautbereich, leicht blutenden Wunde in der Mundhöhle, Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Sprechen oder auch länger bestehender Mundgeruch. Um die Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen, sollten derartige Signale des Körpers nicht ignoriert werden, sondern Anlass sein, sich untersuchen zu lassen und eine potentielle Erkrankung abzuklären.

Für den Behandlungserfolg ist die Zusammenarbeit der behandelnden Spezialisten von entscheidender Bedeutung. Im Mittelpunkt steht die Operation. Ziel der Operateure ist es, den Tumor vollständig zu entfernen, und gleichzeitig die Form und Funktion von Lippen, Mundhöhle und Gesicht zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Hierzu dienen unter Umständen Knochen und Weichteilgewebe, die die behandelnden Ärzte von anderen Körperregionen übertragen (transplantiert). Mit den heutigen Möglichkeiten ist nahezu bei jedem Patienten ein befriedigendes funktionelles Ergebnis zu erreichen. Dies ist für die Lebensqualität der Betroffenen von entscheidender Bedeutung und soll im Rahmen des Vortrags an Beispielen gezeigt werden.

Weitere Therapieoptionen sind eine Strahlen- oder Chemotherapie. Abhängig von der individuellen Krankheitsgeschichte eines Patienten, kommen sie ergänzend zur chirurgischen Therapie zum Einsatz oder auch allein und ohne operative Therapie. Intensive Rehabilitationsmaßnahmen, die auch eine Ernährungsberatung sowie die Betreuung der psychischen Folgen der Krebserkrankung einschließt, sind weitere Behandlungsschritte.

Die Veranstaltungen finden Sie auch auf unserem YouTube-Kanal:

www.youtube.com/UnimedizinMainz

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de

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