AOK-Portal erklärt in sieben Sprachen das deutsche Gesundheitswesen

(11.02.15) 2013 sind knapp 1,2 Millionen Menschen nach Deutschland gezogen. Damit sich Neuankömmlinge schneller und besser in Deutschland zurechtfinden, hat die AOK für sie eine Informationsplattform entwickelt, die auch schon vom Heimatland aus angesteuert werden kann. Unter www.healthinsurance-germany.com wird derzeit in insgesamt sieben Sprachen das deutsche Gesundheitswesen erklärt. Unter anderem werden dort die wichtigsten Akteure und Leistungen der gesetzlichen Krankversicherung vorgestellt.

Negative Bewertung für Hörsturz-Therapie – HNO-Ärzte kritisieren Irreführung im IGeL-Monitor

Eine Pressemitteilung des Deutsche Berufsverbändes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.

Negative Bewertung für Hörsturz-Therapie – HNO-Ärzte kritisieren Irreführung im IGeL-Monitor

Neumünster, 25.08.2015 – In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie und der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte die negative Bewertung der Glukokortikoid-Therapie bei Hörsturz im IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Die negative Bewertung basiere auf der Auswertung veralteter Studienergebnisse. Aktuelle Leitlinien blieben unberücksichtigt, monieren die Autoren.

Im Gegensatz zum IGeL-Monitor beschreibe die seit 2014 gültige Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, darunter den Einsatz hochdosierter Kortison-Präparate. Statt die aktuelle Leitlinie der AWMF bei der Begutachtung im IGeL-Monitor einzubeziehen, werde nur auf eine veraltete Leitlinie aus dem Jahr 2010 verwiesen. Nach Ansicht der HNO-Mediziner verunsichere eine solche „fragwürdige und irreführende“ Information im IGeL-Monitor die Patienten, die bei einer akuten Beeinträchtigung eines ihrer wichtigsten Sinnesorgane ärztliche Hilfe suchen. Im Sinne einer neutralen, fachlich korrekten Darstellung der Kortison-Therapie bei einem Hörsturz müsse der Beitrag überarbeitet werden, fordern Fachgesellschaft und Berufsverband.

Aufgrund der mit einem Hörsturz einhergehenden Einschränkung der Lebensqualität sei eine Behandlung grundsätzlich gerechtfertigt. Gleichzeitig bedürfe nicht jeder Hörsturz einer Behandlung. Bei informierten Patienten mit geringfügigen Hörverlusten ohne Beeinträchtigung des sozialen Gehörs könne eine Spontanremission abgewartet werden. Bei ausgeprägtem Hörverlust, vorgeschädigten Ohren sowie bei zusätzlich vestibulären Beschwerden sei jedoch eine unmittelbare ambulante oder stationäre Behandlung zu empfehlen, heißt es in der Stellungnahme.

Im Ergebnis einer Megaanalyse der Cochran Kollaboration werde der Stellenwert der systematischen Steroidtherapie bei der Behandlung eines Hörsturzes zwar als noch unklar eingeschätzt. Die im entsprechenden Cochran Review berücksichtigten Studien kämen aber zu uneinheitlichen Resultaten. Eine qualitativ hochwertige Studie habe keine Wirksamkeit der niedrig dosierten oralen Kortison-Therapie gezeigt. In der Folge sehe die AWMF-Leitlinie eine solche Behandlung nicht vor. Obwohl kein Beweis für die Wirksamkeit einer geringen Kortison-Gabe existiere, gebe es jedoch auch keinen Beleg für die Unwirksamkeit der niedrig dosierten systematischen Glukokortikoidtherapie. Somit sei die Behauptung des MDS, die systematische Cortisontherapie sei unwirksam oder gar „tendenziell negativ“, schlichtweg falsch, stellen Fachgesellschaft und Berufsverband klar.

Trotz der vergleichsweise dünnen Studienlage zur Hörsturz-Therapie, der sich die Leitlinien-Kommission der AWMF bewusst sei, gebe es positive Hinweise, die den individuellen Einsatz einer systematischen intravenösen Hochdosis- Glukokortikoidtherapie rechtfertigten. „Einem Patienten eine solche Behandlung nach entsprechender Aufklärung zu verweigern, wäre zu tiefste umethisch und umärztlich“, resümieren die Autoren.

Kontakt für Presseanfragen

Thomas Hahn
Pressereferent
Fon 030288774124 | Fax 030288774154
presse@hno-aerzte.de

Höre(n). Eine Geschichte unserer Ohren

Aus dem Klappentext:

Peter Szendy legt mit seiner Studie eine Archäologie des musikalischen Zuhörens vor. Er schreibt eine Geschichte unserer Ohren und fragt danach, wie sie sich in der Vergangenheit verändert haben und welche neuen Möglichkeiten ihnen durch die technologischen Fortschritte im 21. Jahrhundert zur Verfügung stehen. Szendys Archäologie ist zugleich eine Rechtsgeschichte. Insbesondere legt er in seiner Studie dar, inwiefern unser Zuhören von juristischen Auseinandersetzungen geprägt worden ist und seit wann die eigenmächtige Verwendung eines Musikstücks nicht mehr als Ehrerbietung, sondern als Diebstahl geistigen Eigentums gilt. Anhand einer Analyse verschiedener Musikprozesse des 19. Jahrhunderts fragt der Autor nach der Genese des Urheberrechts, das das Hören von Musik unmittelbar veränderte. Aus der Rekonstruktion dieser Prozesse entsteht ein Bild wechselseitiger Beeinflussungen von Musik und Recht. Der Leser wird mit Tatorten des Zuhörens vertraut gemacht und trifft dabei auf Beethoven, Wagner, Schumann, Liszt u.v.m., die ihm jedoch nicht als Komponisten, sondern als Zuhörer begegnen. So wird eine völlig neue Musikgeschichte geschrieben.

Veranstaltung: „Tinnitus“

5. November 2014, 18 bis 20 Uhr,
Rheinisches Landestheater, Oberstr. 95, 41460 Neuss
In Kooperation mit der Rheinischen Post (RP) veranstaltet die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein in der Reihe Ratgeber-Gesundheit dieses Mal einen Informationsabend rund um das Thema „Tinintus“. Im Anschluss an die Vorträge der ärztlichen Experten können Inte- reüssierte und Patienten ihre persönlichen Fragen stellen.
Die Veranstaltung ist für die Besucher kostenfrei.

Was sind die Ursachen eines Tinnitus?

Die Ursachen können vielfältig sein:
Zum einen werden Durchblutungsstörungen des Innenohres verantwortlich gemacht, aber auch seltenere Ursachen wie Lärmschädigung, Entzündungen, Hörsturz können ursächlich infrage kommen.
Es ist sehr wichtig eine genaue Ursachenforschung zu betreiben um eine entsprechende Therapie einzuleiten.
Ein Tinitus, also Ohrgeräusche sollte grundsätzlich von einem HNO Arzt untersucht werden.

Tinnitus – Therapiemöglichkeiten der Schulmedizin, der Naturheilkunde und der Homöopathie

Ein Vortrag von
Dr. med. Jochen Reichel
HNO Arzt
81925 München Bogenhausen
Englschalkingerstr. 14,

Am 29. 01. 2014
MVHS Münchner Volkshochschule
Am Gasteig
Rosenheimerstr. 5

Jede/r Vierte von uns hat dieses Phänomen schon einmal wahrgenommen. Meistens glücklicherweise nur vorübergehend. Tinnitus kann ein Warnsignal im körperlichen oder seelischen Bereich sein. Oft lassen sich die Ursachen beheben oder gut behandeln. In diesem Vortrag erfahren Sie, welche Therapiemöglichkeiten die Schulmedizin, die Naturheilkunde und die Homöopathie bei einem Tinnitus bieten. Der Referent ist als Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Experte auf diesem Gebiet und beantwortet gerne Ihre Fragen.