Lärmschwerhörigkeit ist schwer heilbar

Ob belastender Lärm oder freiwillige Dröhnung, beides schadet dem Gehör: Unheilbare Lärmschwerhörigkeit kann entstehen. Immer mehr Jugendliche leiden unter dieser Schädigung des Innenohres. Der Schallpegel beim Musikhören über Kopfhörer liegt häufig bei 100 Dezibel. Damit ist nach eineinhalb Stunden die zulässige wöchentliche Schallbelastung längst erreicht. Wenn dann – anstelle einer Ruhepause – aber noch ein Diskobesuch mit 110 Dezibel dazu kommt, ist die Grenze des Zumutbaren für das Gehör weit überschritten: Vorübergehende Vertäubung, dumpfes Hören oder Pfeifen in den Ohren sind deutliche Warnsignale. Zwar ist das Hören nach einigen Stunden meist wieder normal. Doch ein geringer Schaden bleibt und summiert sich mit jedem weiteren Lärm-Erlebnis. 

Wie sehr das Gehör geschädigt wird, ist abhängig von der Intensität des Schalles und von der Einwirkungsdauer. Schon Geräusche ab 85 Dezibel können bei ständiger Einwirkung Hörschäden verursachen. Bei beginnender Lärmschwerhörigkeit wird der Frequenzbereich geschädigt, in dem auch unsere Sprache im Wesentlichen angesiedelt ist. Die Folgen sind Kommunikationsprobleme. Häufig ergeben sich daraus Missverständnisse, Unsicherheiten, Frustration, Isolierung und Depressionen. Gegen Lärmschäden helfen bisher weder Medikamente noch Operationen. Sie sind unheilbar. Allein Hörsysteme können helfen, den Schaden auszugleichen.