Für schöne Urlaubserinnerungen: Impfschutz überprüfen!

Eine Pressemitteilung der KV Berlin

 Die großen Ferien stehen vor der Tür und viele Berliner werden die Stadt für einen kurzen oder längeren Urlaub verlassen. Manche zieht es abenteuerlich in die Ferne, der Großteil mag es lieber entspannt an deutschen oder europäischen Stränden, viele entscheiden spontan…doch ganz gleich wie und wohin, in jedem Fall ist es ratsam, den Impfschutz aller Reisenden zu überprüfen und anzupassen.

 

Damit aus dem Urlaub nur schöne Erinnerungen mitgebracht werden, sollte vor jeder Reise der Arzt für eine individuelle Beratung aufgesucht werden. Denn in Betracht gezogen werden müssen nicht nur das Reiseziel und eventuelle Pflichtimpfungen für eine Einreise, sondern auch die Art des Urlaubs. Eine Trekkingtour kann im gleichen Land ganz andere Krankheitsgefahren bergen als ein reiner Hotel-Strand-Urlaub. Zudem spielen persönliche Faktoren eine Rolle, etwa Vorerkrankungen oder eine Schwangerschaft. Auch wer meint, ja nur in Deutschland zu bleiben, sollte sich vorher beispielsweise über die Zeckengefahr in anderen Bundesländern informieren und entsprechende Vorkehrungen durch eine Impfung treffen.

 

Generelle Empfehlungen, welche Impfungen für die Urlaubsreise notwendig sind, lassen sich also nicht geben. Impfungen für private Auslandsreisen und die zugehörige Beratungsleistung der Ärzte sind auch kein regulärer Bestandteil der Gesetzlichen Krankenversicherung, Patienten müssen mit ihrer jeweiligen Krankenkasse klären, welche Reiseschutz-Impfungen diese gegebenenfalls übernimmt.

 

Was aber immer gilt, ist folgendes:

 

§ Mindestschutz: Im Ausland sollte man mindestens gegen die gleichen Krankheiten geimpft sein, wie für Deutschland empfohlen. Denn im Ausland ist das Infektionsrisiko für diese Krankheiten oft ungleich höher. Eine Reise oder auch der Urlaub auf Balkonien sind also immer eine gute Gelegenheit, seinen Standardschutz zu überprüfen!

 

§ Planung: Spätestens sechs Wochen vor der geplanten Reise sollte man sich kümmern, um einen wirksamen Schutz aufzubauen. Einige Impfungen müssen in mehreren Dosen mit einem festgelegten Abstand verabreicht werden, andere brauchen eine gewisse Zeit, um den vollständigen Schutz aufzubauen. Gegebenenfalls muss eine Impfung zu einem bestimmten Zeitpunkt vor der Einreise in ein Land nachgewiesen werden.

 

§ Besser last-minute als gar nicht: Viele Impfungen können auch kurzfristig bis zum Tag der Abreise noch verabreicht werden, zum Beispiel die Auffrischimpfungen für Tetanus und Diptherie. Und manche Impfungen entwickeln auch bei unvollständigem Schema zwar keinen kompletten, aber schon einen gewissen Schutz gegenüber gar keiner Impfung – hier dürfen aber dann die noch fehlenden Impfungen nach der Rückkehr nicht vergessen werden! Denn mit einem kompletten Impfschema schützen viele Impfungen mehrere Jahre bis lebenslang und man braucht sich dann oft lange Zeit nicht mehr um diesen Impfschutz zu kümmern.

 

§ Informieren Sie sich immer reisemedizinisch: Lässt sich der eigentliche Impfschutz nicht mehr rechtzeitig aufbauen, ist eine reisemedizinische Beratung trotzdem nicht umsonst: Wie lässt sich eine Ansteckung vermeiden oder gibt es für den Fall der Fälle auch eine sogenannte postexpositionelle Impfung, also eine Impfung, die auch noch nach einer Ansteckung helfen kann, den Krankheitsausbruch zu verhindern? Vorabinformationen aus dem Internet ersetzen den Arztbesuch nicht vollständig, dieser weiß beispielsweise um aktuelle Lieferschwierigkeiten bestimmter Impfstoffe. 

 

§ Auch Ärzte haben Urlaub: Sommerferien sind auch für Ärzte die schönste Zeit für einen wohlverdienten Urlaub. Patienten sollten sich nicht zuletzt deswegen frühzeitig um einen Termin kümmern oder zumindest nach den Praxisöffnungszeiten oder der Vertretung Ihres Arztes erkundigen. 

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